Wie funktioniert ein PIM-System?
Einfach erklärt mit Praxisbeispielen

Ein Product Information Management System (PIM) sorgt dafür, dass Produktdaten zentral verwaltet, angereichert und in verschiedene Kanäle ausgespielt werden können.
Doch wie funktioniert ein PIM-System konkret im Alltag?

Die kurze Antwort:
Ein PIM sammelt Daten aus verschiedenen Quellen, strukturiert sie, ergänzt fehlende Informationen und verteilt sie automatisiert an Shops, Marktplätze oder Kataloge.

Im Detail besteht der Prozess aus mehreren klar definierten Schritten

Bild mit Produkten aus dem Bereich Elektro, Maschinenbau, Handwerk, Webshop sowie ein Produktkatalog. Alle als Objekte in einem Lagerregal. Dahinter das Logo des ComBinder
Freisteller-Bild von einem Produkt und darum angeordnet Bilder, auf Fotoabzügen, die Aspekte des Produktes zeigen.

Überblick: Die 4 Kernprozesse eines PIM-Systems

  1. Daten importieren
  2. Daten strukturieren
  3. Daten anreichern
  4. Daten ausspielen

Diese Schritte bilden den gesamten Lebenszyklus Ihrer Produktdaten.

1. Daten importieren

Produktdaten kommen in der Regel aus unterschiedlichen Quellen:

  • ERP-Systeme
  • Lieferanten (z. B. BMEcat)
  • Excel- oder CSV-Dateien
  • Bestehende Shopsysteme

Ein PIM-System übernimmt diese Daten und führt sie in einer zentralen Datenbank zusammen.

 

Praxisnutzen:

  • Keine verteilten Datenquellen mehr
  • Reduktion von manuellen Importen
  • Einheitliche Datenbasis
Freisteller-Bild von einem Stapel von Fotoabzügen

2. Daten strukturieren

Nach dem Import werden die Daten strukturiert:

  • Zuordnung zu Kategorien
  • Klassifizierung (z. B. ETIM, eclass)
  • Definition von Attributen und Varianten

Hier entsteht die eigentliche Datenqualität.

 

Beispiel:
Ein Akkuschrauber wird nicht nur als Produkt gespeichert, sondern mit:

  • Leistung
  • Spannung
  • Zubehör
  • Varianten (z. B. Set / Einzelgerät)

3. Daten anreichern

Im nächsten Schritt werden die Daten ergänzt und optimiert:

  • Produkttexte (Kurz- & Langbeschreibung)
  • Bilder und Medien (DAM)
  • Mehrsprachigkeit
  • SEO-Daten
  • Marketinginformationen

Dieser Schritt ist entscheidend für die spätere Nutzung im Vertrieb.

 

Typische Erweiterungen:

  • Automatische Übersetzungen
  • KI-generierte Texte
  • Medienverwaltung
Bild mit Produkten aus dem Bereich Elektro, Maschinenbau, Handwerk, Webshop sowie ein Produktkatalog. Alle als Objekte in einem Lagerregal. Dahinter das Logo des ComBinder
Serverraum mit davor dargestellter Grafik. In der Mitte das ComBinder Logo mit Pfeilen zu diversen Piktogrammen, wie z. B. ein Einkaufswagen.

4. Daten ausspielen

Zum Schluss werden die Daten in Zielsysteme exportiert:

  • Onlineshops (z. B. Shopware, WooCommerce)
  • Marktplätze
  • Kataloge (Print / PDF)
  • Datenplattformen (z. B. BMEcat-Portale)

Das erfolgt automatisiert und formatgerecht.

Vorteil:
Einmal gepflegt – überall genutzt.

Typischer Workflow im Unternehmen

Ein realistischer Ablauf sieht so aus:

  1. Lieferant sendet BMEcat-Datei
  2. Import ins PIM
  3. Automatische Strukturierung (z. B. ETIM)
  4. Ergänzung von Texten und Bildern
  5. Übersetzung in weitere Sprachen
  6. Export in den Webshop
  7. Parallel: Erstellung eines Katalogs
Bild mit Produkten aus dem Bereich Elektro, Maschinenbau, Handwerk, Webshop sowie ein Produktkatalog. Alle als Objekte in einem Lagerregal. Dahinter das Logo des ComBinder
Serverraum mit davor dargestellter Grafik. In der Mitte das ComBinder Logo mit Pfeilen zu diversen Piktogrammen, wie z. B. ein Einkaufswagen.

Warum ein PIM-System notwendig ist

Ohne PIM entstehen typische Probleme:

  • Produktdaten liegen in Excel-Dateien
  • Unterschiedliche Versionen im Umlauf
  • Fehlerhafte oder unvollständige Daten
  • Hoher manueller Aufwand

 

Ein PIM löst diese Probleme durch:

  • zentrale Datenhaltung
  • klare Prozesse
  • Automatisierung

Für wen ist ein PIM-System sinnvoll?

Ein PIM lohnt sich besonders für:

  • Hersteller mit vielen Produkten
  • Händler mit mehreren Lieferanten
  • Unternehmen mit mehreren Vertriebskanälen
  • Firmen mit mehrsprachigen Produktdaten
Bild mit Produkten aus dem Bereich Elektro, Maschinenbau, Handwerk, Webshop sowie ein Produktkatalog. Alle als Objekte in einem Lagerregal. Dahinter das Logo des ComBinder

Fazit

Ein PIM-System funktioniert wie die zentrale Schaltstelle für Ihre Produktdaten:

  • Es sammelt Daten
  • strukturiert sie
  • verbessert sie
  • und verteilt sie automatisiert

Damit wird aus unstrukturierten Informationen ein skalierbarer, effizienter Produktdatenprozess.

 

Bild welches eine Hand Zeigt, die auf einem Mischpult auf den Button "Go Live" drückt. Fokus liegt auf der Hand und dem Button.